Allgemeines Konzept Produktionsverfahren
 
 
Allgemeines Konzept
     
 
Die Kunststoffabfälle, die über Wertstoffhöfe oder über Haussammlungen selektiv gesammelt werden, werden in einer abgeschlossenen Halle gelagert, damit sie vor Wind und vor Regen geschützt sind.

Der Abfall wird auf Teile in Faustgröße zerkleinert und über ein Zwischensilo in die erste Reinigungsstufe gebracht. In dieser ersten Stufe werden die Kunststoffe von den schwerekraftbedingt schweren Verunreinigungen wie Steinen, Metall, Glas, usw. getrennt. Ein Magnetband holt aus den schweren Verunreinigungen anschliessend die magnetischen Teile heraus.
Im zweiten Reinigungsschritt werden Papier und (an)organische Verunreinigungen des Kunststoffs mit Hilfe einer mit Wasser betriebenen Friktionsanlage entfernt. Der anfallende Schmutz befindet sich dann im Prozesswasser, das anschliessend in die Kläranlage geschickt wird.

Nach der zweiten Zerkleinerungsphase gehen die gewaschenen Kunststoffe in einen Trennbehälter. Durch die unterschiedliche Dichte der einzelnen Materialien werden dort aus den diversen Arten von Kunststoffen zwei Kunststofffraktionen: die schwere (sinkende) Fraktion, die hauptsächlich PET, PS und PVC enthält, und die leichte (treibende) Fraktion, die hauptsächlich PE und PP enthält.
Die zwei Fraktionen verlassen den Trennbehälter separat und werden anschließend zentrifugal getrocknet.
Der schweren Fraktion werden die Eisenteile entzogen. Letztere werden auf eine Körnung von K8 mm zerkleinert und in Silos gelagert.
Die leichte Fraktion wird thermisch getrocknet und in einem Windsichter erneut aufgeteilt, diesmal in die harte Fraktion (hauptsächlich HDPE) und die sanfte Fraktion (hauptsächlich Folien aus PE). Die sanfte Fraktion wird zu groben Körnern zusammengeballt. Beide Fraktionen werden in getrennten Silos gelagert.


 
Mit dem Inhalt der drei Silos, die jeweils einen anderen Kunststofftyp enthalten, wird eine Mischung hergestellt, die dann an die Fertigungsstraßen geschickt wird.

EKOL verfügt über zwei Extrusionslinien für die Fertigung verhältnismäßig dünner linearer Produkte (kontinuierliche Extrusion: Abdeckplatten, hohe Profile) und über eine Extrusionslinie für die Fertigung dickwändiger, nicht linearer Produkte (Batch-Extrusion oder Intrusion: Straßenmöblierung, verkehrstechnische Anwendungen und Lärmschutzwände).

Das Prozeßwasser, das in den jeweiligen Phasen der Fertigung freigesetzt wird, wird mit Hilfe mechanischer und physisch-chemischer Techniken gereinigt und zu 100 % erneut in den Waschprozeß zurückgeführt.



  EKOL fertigt nachhaltige Produkte, indem Kunststoffabfälle ökologisch verarbeitet werden. Das Werk in Houthalen ist in Sachen Konzept, Bau und Verfahren äusserst umweltfreundlich.
 
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